Freilichtmuseum

Die weitläufige Anlage des Freilichtmuseums in Unterrabnitz wird in seiner Endversion sämtliche Bereiche des frühmittelalterlichen Lebens in ländlichen Siedlungen darstellen. Neben den bereits bestehenden Objekten sind eine landwirtschaftliche Anlage, ein Eisenschmelzofen, ein Bereich für die Nutztierhaltung, ein Naturlehrpfad, eine Teererzeugungsgrube und ein modernes Museumsgebäude mit Büro- und Seminarbereiche geplant.

In einem archäologischen Freilichtmuseum wird den Besuchern durch Nachbauten in Originalgröße ihre eigene Geschichte lebendig und authentisch näher gebracht. Und für Wissenschaftler bietet sich die Gelegenheit, wissenschaftliche Hypothesen zur Konstruktionsweise  von Wohn- und Wirtschaftsbauten zu überprüfen und neue Erkenntnisse zu sammeln. 

Freilichtmuseen haben in Österreich eine lange Tradition. In Aspern an der Zaya (NÖ) steht eines der ältesten Freilichtmuseen Europas, wo Wohn- und Wirtschaftsbauten aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit nachgebaut sind.

Für das Frühmittelalter existieren in Mitteleuropa wenige derartige Anlagen, abgesehen von ähnlichen Anlagen in Skandinavien. Das frühmittelalterliche Dorf in Unterrabnitz soll erstmals die Erkenntnisse zum Leben in ländlichen Siedlungen in sämtlichen Aspekten darstellen. Und es soll einen Einblick in das alltägliche Leben jener Zeit ermöglichen.