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Dorfbelebung Unterrabnitz 2016

Unterrabnitz, Solibach MMXVI

Wir kamen also am Freitag an, ein frisches Gewitter hat uns klargemacht - der Sommer besteht nicht nur aus Sonnenschein. Magdalena und Johanna Kraml kamen zu Fuß aus Maria Anzbach, die Etappen durch diverse Taxileistungen und Aufenthalte gemildert aber trotzdem: Das Anwandern des Frühmittelalterdorfes ist eine sehr nette Herausforderung.

Rasch war die Küche hergerichtet, schliesslich wollte man ja warmes Essen haben. Willi hat gewaltige Eschenbohlen zu einem sehr rustikalen Tisch zusammengezimmert, welcher nun die Küche anstelle der modern aussehenden Eulentische ziert.

Markus Schalko von der Zeugschmiede traf dann am Montag ein und hat sich offenbar spontan in das Dorf verliebt, er war nicht mehr aus der Schmiede herauszubringen und hat die Küche von allem modernen Eisen befreit und dafür Ketten, Haken und Befestigungen geschmiedet, für die er sogar vom Meister selbst - Wolfgang Lobisser kam am letzten Sonntag zu Besuch - wohlwollend erwähnt wurde.

Roman begann sofort mit unserem große geplanten Projekt des Einzuges des Zwischenbodens in der Blockhütte. Der ist in Zukunft dafür da um modernes Zeug zu verstecken, wenn wir beleben, damit ist wieder ein Schritt zu mehr Ordnung getan. Fleissige Helfer von Roman waren Bernhard und Mini.

Währenddessen kreuzte Fritz Ugrinovits mit einem komplett überladenem Auto auf. Aus diesem ergoß sich Lehm und Ausrüstung zum Töpfern in schier unglaublicher Menge, nach ausgiebigem Stapeln fuhr er weg und holte noch mal soviel Zeug. Alles für uns. Wir waren überwältigt. Ab dem nächsten Tag wurde fleißig mit Lehm gearbeitet, modellieren, Ton giessen und über Lehm in seiner Vielseitigkeit philosophieren war an der Tagesordnung. Besonderes Highlight war, daß wir tatsächlich in der Lage waren, einen Teil der getöpferten Dinge sogar zu brennen.

Wilma Grau und Geral Dine nutzten die Gelegenheit und formten Spinnwirtel, die wurden sehr, sehr genial...

Voriges Jahr in der Hütte "vergessen" wurde der Sack mit dem "Wikingerschach" nach draussen gebracht und Kubb wurde spontan DIE Sportdisziplin des Dorfes. Die ganze Woche hindurch war es aufgebaut, es wurde ununterbrochen gespielt, der Spaß war groß. Die Regeln waren aus dem Gedächtnis, wer es genau wissen will liest nun hier nach:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kubb

Neue Küchenkisten für den Anhänger, in gelb und grün wurden gebaut, es wurde die Ausrüstung im Anhänger intensiv gesichtet, geordnet und ausgemistet. Die Kisten brauchen allerdings um die Füsse unbedingt ein Eisenband, damit sie nicht gleich wieder kaputt gehen, das ist aber erst zu tun, ich hatte kein passenden Material mit.

Die Zeiteinteilung in der Küche muß noch präzisiert werden, damit es keinen Kummer geben kann wer wann werkt. Beim Einkaufen werden Wünsche für "Kochexperimente" berücksichtigt, welche nach Möglichkeit um vier Uhr nachmittags abgeschlossen sein müssen um den Dorfbewohnern das Abendessen zu kochen. Die Experimentatoren buken also im Brotbackofen Mohnstrudel, Spinatstrudel, es wurden weiße Ravioli zubereitet, Mandel-Haferkeks und Dinkelbrot gebacken. Die Küche war DER zentrale Punkt der ganzen Woche.

Geral Dine und Mini waren zum ersten Mal dabei und haben die Woche sichtlich genossen. Brettchenweben bis zum Exzess - ich bewundere das. Mini hat sich den Schaft für seinen Speer komplett aus Hasel gerichtet, frisch geschlagen, geschält, über dem Feuer gerichtet. Handarbeit pur.

Am letzten Sonntag kam Fritz aus Aspern zurück und brachte Wolfgang Lobisser mit. Unsere Arbeit wurde kritisch beäugt und durchaus mit gefälligen Worten bedacht. Ich hatte dann mit Fritz noch das Vergnügen, den Brotbackofen komplett zu restaurieren, er sieht nun aus wie neu.

Am Montag, den 15.8., begann dann am späten Vormittag das Zusammenpacken, für Mittag waren Gewitter angesagt. Just im Moment größter Hektik kamen dann tatsächlich noch 20 Besucher, welche aber dann sehr fein und gut durch das Dorf geführt und begeistert werden konnten, sie wollen im kommenden Jahr nochmal kommen, wenn wir noch nicht abbauen. Just während der Führung begann es zu tröpfeln, Fritz übernahm die Gruppe um über seinen Lehm zu reden und wir beeilten uns in rasender Geschwindigkeit die Ausrüstungen zu verstauen. Beim Schliessen der Kofferraumklappe begann das Gewitter. Wie groß das Wetterglück wirklich war zeigte dann der abendliche Blick in den Wetterkanal, nur ein paar Kilometer weiter in Oberwart fielen vier Zentimeter große Hagelkörner...

Fazit: Es war eine wunderbare Woche.

Gerhard Rehak
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